Hi ich hab jetzt mal überlegt wo ichd as hier posten kann und mir ist nix eingefallen...also tu ich es zum rest

.
Wenn dem Admin ein besserer Ort einfällt bitte verschieben , danke

.
Es existieren mehr Kapitel und wnen ihr wollt poste ich die noch nachträglich.
Für mich ist die Geschichte sehr emotional weil ich sie sehr stark mit persöhnlichen Gefühlen und erlebnsissen verbinde...also lasst sie an euch heran kommen.
Woran denkt ein Mensch wenn er das Wort Engel hört? An ein strahlendes Wesen mit flügeln und einem heiligen Schein?
An kleine pummelige kindliche Figuren wie sie oft in Kirchen zu sehen sind?
Was definiert einen Engel und was lässt die westliche Welt glauben sie wüssten wie diese himmlischen Wesen aussehen?
Engel sind auch nur Menschen….jedenfalls die meiste Zeit.
Sie wandeln ungesehen unter uns können jedermann und überall sein.
Die alte Dame die die Tauben im Park füttert , der Barkeeper der die Getränke ausschenkt , die Tagesmutter aus der Kita ; die Möglichkeiten sind schier grenzenlos.
In den verschiedenen Engelschören ist einer der niedrigsten Ränge der Cherubim , der Schutzengel. Auch wenn die Menschen ein wichtiger Teil der Schöpfung sind und die höheren Mächte durchaus darauf achten das ihnen nichts geschieht sieht man die himmlischen belange und die Politik der Engel als wichtiger an als das einfache Volk und Leben auf der Erde.
Menschen die in dieser ewigen Schlacht von gut und Böse als besonders Wertvoll erscheinen erhalten als Schutz einen dieser Cherubim zur Seite.
Doch nicht immer sind es die erfahrenen und gut trainierten die diese Aufgabe erhalten.
Oftmals sind es die Cherubim die als noch nicht reif genug für die höheren Aufgaben angesehen werden oder die die als strafe für ihr Versagen „babysitten“ müssen.
Einige sitzen ihre Zeit nur ab, andere finden in ihr die Erfüllung und weigern sich ihre alten Aufgaben wieder aufzunehmen.
Thesiel war noch nicht lange ein Cherubim, er war sozusagen gerade von der Schule in den Beruf gewechselt.
Wie so vielen Engeln vor ihm sollte auch er nun als erste Aufgabe über ein Menschenkind wachen , ein kleines Mädchen Namens Jessica.
Sie lebte mit ihren Eltern in einer kleinen Stadt irgendwo in den Bergen von Südamerika, ihr Vater war Grafikdesigner und ihre Mutter arbeitete , seit ihre kleine 5 war , halbtags in einem Supermarkt.
Thesiel gewann die kleine schnell lieb, er wurde ihr zugeteilt als sie 3 Jahre alt wurde
Sie war ein aufgewecktes kleines ding und erkannte schnell Thesiels wahre Natur , denn nur Menschen reinen Herzens sind in der Lage Engel als wirklich das wahrzunehmen.
Es geschah an einem klaren Sommertag im Park als die kleine ihn anblickte und ihn mit der typischen kindlichen Direktheit fragte ob er ein Engel sei.
Überrascht und amüsiert zugleich kniete er sich hinunter zu der kleinen:“ ja, ich bin sogar ein ganz besonderer Engel, ich bin dein Schutzengel“.
Er hatte erwartet das der kleine Mensch nun beeindruckt wäre , ihn mit großen ungläubigen Augen anstarren würde und keinen Ton herauskriegen würde , umso überraschter war er als sie ihn gründlich von oben bis unten musterte , eine Augenbraue hob und ihn dann mit verschränkten Armen fragte „ Wenn du ein Engel bist, wo sind dann deine Flügel?“
Er lächelte sie an.
„Meinst du nicht es wäre etwas auffällig wenn ich hier mitten im Park mit weißen flügeln rumlaufen würde Jessica? Oder hast du schon viele Engel mit flügeln in der Stadt gesehen?“
Die kleine überlegte , er hatte recht…sie blickte sich um aber niemand der hier im Park war hatte große weiße Flügel auf dem Rücken und sie musste eingestehen das es doch sehr seltsame gewesen wäre wenn er hier als einziger mit Schwingen gewesen wäre.
„Wenn du mein Schutzengel bist…dann musst du also immer auf mich aufpassen?“
Er nickte.
„Aber als ich mit Mama und Papa einen Ausflug gemacht habe warst du nie da!“
Siegessicher in der Lüge entlarvt zu haben stemmte der kleine Mensch die Ärmchen in die Seite und blickte ihn abwartend an.
„ Nur weil du mich nicht siehst heißt das nicht das ich nicht in deiner Nähe bin kleines, ich würde dich nie alleine lassen ich kann es auch nicht.
Als du am See gespielt hast und dich soweit hinaus gebeugt hast das du beinahe ins Wasser gefallen wärst, hat dich da nicht jemand am Gürtel gehalten?“
Staunend sah sie ihn an.
„Aber als ich mich umdrehte war niemand da“ klagte sie.
„Glaub mir , ich war da und habe dich gehalten.“
Sie musste zugeben das es sich wirklich so angefüllt hatte als wenn sie jemand zurückgezogen hätte…aber …sie konnte damals niemanden sehen…es war seltsam.
„Ich will ein Eis,“ sie sprang auf und rannte auf den Ausgang vom Park zu um drüben auf der anderen Seite der Strasse eine Tüte Eis zu kaufen auf die sie schon seit einer Woche gespart hatte.
Etwas überrumpelt sah ihr Thesiel nach…Kinder hatten so eine bewundernswerte Art an sich das Thema schneller zu wechseln als es einem Erwachsenen verstand möglich ist zu folgen.
Noch während er fasziniert über den scharfen und unberechenbaren verstand der Kinder nachdachte hörte er reifen quietschen….und ein Geräusch das der junge Cherubim nie wieder vergessen wird, ein Geräusch als wenn man einen Sack voller Sand vor eine Wand wirft…dann schrieen Menschen…die zeit schien auf einmal still zu stehen.
Es gab nur einen Gedanken den der Engel fassen konnte…Jessica…seine Bewegungen schienen bleiern und ungelenkt es war als wen man im Traum vor etwas davonlief aber kaum vom Fleck kam.
Was geschah hier nur, es war alles so unwirklich, er sah den Ausgang des Parks doch sah er sonst nicht viel da ein LKW seine sicht blockierte.
Er stand dort mitten auf der Straße was ungewöhnlich war…warum sollte….Jessica…
Sein Herz begann zu rasen , doch so sehr er sich auch bemühte es schien so als wolle die zeit ihn nicht schneller laufen lassen , als würde er mit Absicht festgehalten werden.
Er kam an der Straße an nach einer Zeit die ihm wie eine Ewigkeit vorkam, er umrundete den LKW zur Frontseite…
Seine Welt zerbrach…
verlor den Zusammenhang und es schien für einen Moment das nichts da wäre außer ihm und…Jessica…ihr kleiner Körper lag…seltsam verdreht dort vor dem Monster aus Eisen und Stahl…er vermochte nicht zu sagen ob sie zerbrechen würde wenn er sie berühren würde , ihr Gesicht war schrecklich deformiert und hatte wohl einen blutigen Abdruck auf dem Kühlergrill des LKW hinterlassen.
Langsam und nur mit äußerstem Widerwillen schien die Welt um die beiden wieder zurück zu kehren.
Niemand wunderte sich wo der Man aus dem nichts auftauchte und den reglosen Körper des Mädchens in den armen hielt, es sagte auch niemand etwas als er die kleine hochhob und sie zu Krankenhaus bringen wollte.
Dann verschwand der Fremde mit dem Mädchen.
Doch niemand störte sich daran…